Sternrußtau entblättert Rosen
Ab Juli präsentieren sich macherorts Rosen ohne Laub. Hinter diesem Problem steckt meist der Sternrußtau. Von dieser Pilzerkrankung sind neben den Edelrosen auch die immer beliebter werdenden Strauchrosen sowie Kletterrosen betroffen.
Rosenblätter mit Sternrußtau
An bodennahen Blätter erscheinen zuerst die typischen, dunklen bis schwarzen, sternförmigen Flecken auf der Blattoberseite. Im Krankheitsverlauf vergilben die Blätter und fallen ab, die Rosen verkahlen bis zum Hochsommer. Blattlose Pflanzen bringen kaum neue Blüten hervor, die Triebe können kein Holz bilden und reifen nicht aus, was eine verminderte Frosthärte zur Folge hat.
An den vom Sternrußtau befallenen Rosen ist ab Sommer nicht mehr viel zu retten. Vorbeugung ist angebracht. Da der Pilz in Trieben, aber auch im abgefallenen Laub überwintert, sollten befallene Blätter kontinuierlich entfernt, Schnittgut beseitigt und in der Biotonne entsorgt werden. Feuchte Bedingungen, Überkopfbewässerung und Gießen am Abend begünstigen die Ausbreitung des Pilzes. Bleiben die Blätter länger als 7 Stunden nass, können die Sporen des Sternrußtau keimen. Freier Stand, d.h. ein weiter Pflanzabstand beschleunigt das Abtrocknen des Laubes.
Bei einer Neupflanzung sollten bei der Sortenwahl widerstandsfähige Rosen bevorzugt werden. Getestete und geprüfte Rosensorten mit dem „ADR“- Prädikat leiden kaum oder weniger an den lästigen Pilzerkrankungen als ungeprüfte. Allerdings haben sich auch Rosen ohne Prüfung in bestimmten Regionen als zuverlässig erwiesen. Die Fachleute einer Baumschule in ihrer Nähe können Sie meist gut beraten.
eine optimale Pflanzvorbereitung gilt als Grundlage für gesundes Rosenwachstum. Wichtig erscheint, dass der Standort sonnig und luftig ist, weil hier das Laub nach Taubildung oder Regen schnell abtrocknet. Die Rose verträgt zwar lehmigen Boden, er sollte aber wasserdurchlässig sein. Durch eine Beimischung von Kies im Unterboden kann der Wasserabzug gewährleistet sein. Der Oberboden kann mit verrottetem Kompost angereichert werden.
Bei starkem Befall ist eine Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln nicht mehr auszuschließen. Hier sind im Fachhandel zugelassene Mittel zu erhalten. Beachten Sie die Gebrauchsanweisungen und Anwendungsvorschriften!
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